Sharjah – Emirat der Kontraste

Die arabischen Emirate boomen als Reiseland und das nicht erst seit gestern. Nach Meinung von Experten haben Dubai oder Abu Dhabi aber auch einen hohen Preis bezahlt, indem sie zum Teil ihre Authentizität und ihre Ursprünglichkeit aufgegeben haben und sich immer mehr am Westen orientieren. Sharjah hat diesen Fehler nicht gemacht und vielleicht ist das auch der Grund, warum das Emirat langsam aber sicher aus dem Schatten des großen Nachbarn Dubai tritt.

Viele Urlauber, die Sharjah besuchen, wissen nicht, dass es dieses Emirat war, was in den Anfängen des Tourismus in Arabien als erstes Emirat versuchte, Touristen ins Land zu locken. Obwohl die Voraussetzungen Mitte der 1970er Jahre mehr als Erfolg versprechend waren, scheiterte der Versuch am Alkoholverbot, das 1985 in Kraft trat. Die Urlauber entschieden sich lieber für das benachbarte Dubai, das in diesen Dingen wesentlich liberaler dachte. Heute will Sharjah an die alten Zeiten anknüpfen und es scheint, als würde dieses Vorhaben auch gelingen. Sharjah ist ein sehr vielseitiges und kontrastreiches Land und das in jeder Hinsicht. Sharjah liegt am Persischen Golf und am Golf von Oman im Indischen Ozean. Orte wie Khor Fakkan haben nicht nur feinsandige goldfarbene Strände, sondern sind auch ein wahres Paradies für alle Taucher. Majestätisch erheben sich die bis zu 1.500 m hohen Gipfel des Hajargebirges mitten in der Wüste und auch die ältesten Mangrovenwälder Arabiens kann man Sharjah finden.

Ein besonderes Highlight ist aber Sharjah City, die wunderschöne Hauptstadt des Emirats. Luxushotels wie das Corniche Al Buhaira, ein fünf Sterne Hotel im allem erdenklichen Komfort, was jetzt zur Hilton Gruppe gehört, ist eines der Aushängeschilder für das Ferienziel Sharjah. Die bezaubernde Altstadt gilt als die schönste Kasbah der sieben arabischen Emirate. Auf den Besucher wartet eine Altstadt wie aus 1001 Nacht und in Sharjah ist sie authentisch. Kaufmannshäuser aus Korallenstein, die im 18. Jahrhundert erbaut wurde, eine mächtige Festungsanlage, kleine Geschäfte und Restaurants, Cafés, Schneiderwerkstätten und Goldschmieden – das alles erwartet den Besucher bei einem Bummel durch die schmalen Gassen. Aber Sharjah City hat auch 20 Museen und wurde vielleicht deshalb 1998 zur Kulturhauptstadt Arabiens ernannt.

Es ist Sheikh Sultan bin Muhammad Al-Qassimi, der kunstsinnige Herrscher, dem Sharjah seine architektonischen Schönheiten zu verdanken hat, denn der Emir legt sehr großen Wert darauf, dass seine Heimat sich den Besuchern so zeigt, wie man es von einem arabischen Land erwarten kann, eben wie ein orientalischer Traum, aber mit allen Vorzügen der modernen Zeit.

 

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