Ägyptenurlaub: Schlechte Zeiten? Gute Zeiten!

Ägypten, das schöne Reiseland am Mittelmeer, Rotem Meer und Nil durchlebt aktuell eineschwierige Zeit politischer Umwälzungen, deren Auswirkungen in den Ballungszentren mal als kraftvolle Demonstrationen, mal als staatlich verordnete Grabesruhe daherkommen. Man wünscht diesem schönen Land, das sich zu einem der wichtigsten Reiseziele europäischer Urlauber entwickelt hat, dass es bald zu einer wirklichen Ruhe kommt, zu der auch die normalen bürgerlichen Rechte und Freiheiten gehören.

In der jetzigen Übergangszeit des Landes ist allerdings eine Ägyptenreise, auch wenn der politische Zustand des Landes einen Touristen nicht euphorisch stimmen kann, urlaubstechnisch gesehen ein Glücksfall. Das Preisniveau ist aufgrund der zurückhaltenden Buchungslage sehr gemäßigt, Überfüllung an Stränden oder in Sehenswürdigkeiten findet nicht statt, und das Personal ist – wie in Ägypten allerdings ohnehin meistens – höflich und zuvorkommend. Und Gewissensbisse braucht man deswegen bei einer Hotelbuchung in Ägypten schon gar nicht zu haben – im Gegenteil. Das Land ist von den Reiseausgaben seiner Besucher, also von der Beschäftigungslage seiner Hotels und Restaurants und seiner sonstigen touristischen Dienstleistungen – bis hin etwa zu den Tauchschulen – in hohem Maße abhängig geworden, und auch die jetzige ägyptische Administration schützt und stützt den Tourismus definitiv.

Das Paradies ist korrekt ausgeschildert

Eigentlich stimmt soweit also alles – und was ist mit der eigenen Sicherheit? Die Reisehinweise des vorsichtigen deutschen Auswärtigen Amtes lassen den Schluss zu: Für einenUrlaub in den klassischen Urlaubshochburgen am Roten Meer sieht man keine Probleme. Und diese Botschaft öffnet die wichtigsten Türen für einen Ägyptenurlaub: Allein die beiden Orte Hurghada und Sharm El Sheikh – die sich am West- bzw. Nordostufer des Roten Meeres gewissermaßen gegenüber liegen – vereinigen den Löwenanteil ägyptischer Hotelzimmer auf sich, nämlich etwa 60 %. Die Kairoer Politik ist 460 Kilometer (von Hurghada) bzw. 770 km (von Sharm el Sheikh) entfernt. Touristen kamen bisher nicht zu Schaden.

Wenn das Rote Meer bzw. seine Uferorte, Strände und Tauchareale in den letzten Jahren einmal Negativschlagzeilen machten, dann kam das Unheil in Gestalt hungriger Haie direkt aus dem Wasser. Und selbst das ist lange schon lange nicht mehr vorgekommen, weil die Hauptursachen der Haiattacken erkannt und weitgehend beseitigt wurden (vor allem die  Nahrungsmittelverklappung vor Küstenbereichen des Sinai).

Die behördlichen Reisehinweise sollten bei einer Reise immer beachtet werden, das gilt auch für Ägypten. Die Freude an der Vorfreude, am Sichten und Auswählen eines Ortes, eines Hotels kann man jedoch auch im Falle Ägypten weiter genießen und auskosten. Wer die städtischen Zentren Ägyptens unbedingt zum Bestandteil seines Aufenthaltes im Lande machen will, musswohl einen günstigeren Reisezeitpunkt abwarten; auch wer bestimmte entlegene Gebiete aufsuchen oder das politische und religiöse Leben beobachten will, zum Beispiel. Für einen Strand-, Sonnen- und Badeurlaub ist Ägypten dagegen schön und einladend wie eh und je. Und wie gesagt: Sogar die Haie haben sich zurückgezogen.

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