Italien, deine Küsten

Blick von Ventimiglia nach Cap Mortola, Monaco und Cap Ferrat - Foto: Paolo Crosetto/Wikipedia

Blick von Ventimiglia nach Cap Mortola, Monaco und Cap Ferrat – Foto: Paolo Crosetto/Wikipedia

Das Thema „Italien am Meer“ ist unerschöpflich, umfasst Italien doch viele bekannte und weniger bekannte Küstenregionen. Italien ist ein „Stiefel“ mitten im Wasser. Nur im Norden, längs durch den Alpenbogen, hat das Land eine Festlandsgrenze, sie beträgt aber nur ein Viertel der Küstenlänge. So kommt Italien auf rund die dreifache  Küstenlänge Norwegens, und das will etwas heißen.

Zu den bekannten italienischen Küsten gehört die Italienische Riviera, die Namensgeberin aller Rivieren (von it. riva=Ufer). Sie stellt immer noch eine der schönsten Urlaubsregionen dar, in Europa und darüber hinaus. Die italienische Riviera erstreckt sich von der französischen Grenze bis in die Ausläufer der Toskana. Das sind rund 150 km Küste, an der sich eine Perlenkette schönster Urlaubsorte aufreiht, mit der Großstadt Genua mittendrin. Bekannte Ortsnamen an der Riviera „Ponente“ (Riviera der „untergehenden“ Sonne, also die Westriviera) sind zum Beispiel Sanremo, Diano Marina, Alassio, Finale Ligure. Östlich von Genua heißt die Riviera dann „Levante“, nach der „aufgehenden“ Sonne benannt, die östliche eben. Werfen Sie doch einmal einen Blick in unsere hotelkatalog24-eigenen Reiseinformationen z. B. zu Sanremo, Alassio, Diano Marina oder Finale Ligure.

Mindestens ebenso bekannt wie die Riviera ist die italienische Adria – vielleicht werfen Sie auch hier einmal einen Blick in unsere Informationen z. B. zu Rimini, Lido Adriano oder Venedig. Sie stoßen in Italien auf altbekannte Namen, die für bewährte Urlaubsqualität stehen, und werden sich vielleicht fragen: Muss es denn immer die türkische Riviera sein? Wir sagen: Nein, muss es nicht, jedenfalls nicht immer. Italiens Riviera und Adria verfügen über eine viel längere Erfahrung darin, Urlauber glücklich zu machen, als jede andere Küstenregion rund ums Mittelmeer.

Lido Adriano - Foto: Leila.bb/Wikipedia

Lido Adriano bei Ravenna – Foto: Leila.bb/Wikipedia

Und jetzt möchten wir Sie noch – quasi als Kontrastprogramm zu Italiens Nordküsten – in den Süden des Stiefels entführen, sogar darüber hinaus nach Sizilien. Denn diese Insel gehört zu den spannendsten Landschaften Europas. Abgesehen von irgendwie explosiven Charakteristika wie Ätna oder Mafia ist Sizilien ein überaus erholsames Terrain, vorausgesetzt man mag (wenn man im Sommer reist) die ausgeprägte Wärme. Zur Abkühlung gibt es aber auf Sizilien das leckerste Speiseeis Italiens (und damit der Welt) – hier wurde es einst erfunden. In Siziliens Küstenstadt Marsala wird einer der aromatischsten Weine Italiens gekeltert, der nach diesem Ort benannte Likörwein Marsala. An Siziliens Küsten fühlten sich schon viele Invasoren wohl, unter ihnen die Araber, auf die das Speiseeis und der Ortsname Marsala („Hafen Gottes“) zurückgehen. In der Antike herrschten auf Sizilien lange Zeit die Griechen, deren klassische Tempel man bis heute bewundern kann, wie etwa in Agrigent.

 

Marsala-Weine - Foto: Dedda71/Wikipedia

Marsala-Weine – Foto: Dedda71/Wikipedia

Italien ist eben nicht nur ein Land schöner Küsten, sondern auch alter Kultur. Beide sind oft eng benachbart, nicht nur auf Sizilien: Venedig hat seinen edlen Lido di Venezia, Ravenna hat seine Adria-Ausleger (vor allem den bereits erwähnten Lido Adriano), Rom hat seinen Lido die Ostia. Wie wäre es, wenn Sie Italiens Küsten einmal neu erkunden? Wir meinen, es lohnt sich!

Wenn Sie schon vor Ihrer Sizilienreise einen Eindruck von der Insel erhalten wollen, empfehlen wir Ihnen, den berühmten Film „Der Leopard“ (von Luchino Visconti) anzuschauen. Darin werden zwar keine Strände oder Küsten gezeigt – aber die meisten Orte Siziliens liegen ohnehin küstennah, und in keinem gedruckten Reiseführer kommt man dem Wesen Siziliens so nah wie in diesem Film.

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