Kap Verde/Kapverden – ein Reiseziel im Aufwind

Batuku Tänzer in Santiago (Kap Verde) - Foto:  Jennifer Jane Smith/Wikipedia

Batuku Tänzer in Santiago (Kap Verde) – Foto: Jennifer Jane Smith/Wikipedia

Kennen Sie ein Land, das nach einem geografischen Punkt benannt ist, der gar nicht im Land selber liegt? Beim Land „Republik Kap Verde“ (das aus den neun „Kapverdischen Inseln“ besteht) ist das so. Das namensgebende Kap Verde, das Grüne Kap, liegt nämlich gar nicht im Staat Kap Verde, sondern 600 km östlich davon an der Westküste Afrikas (bei Dakar) und gehört zum Staat Senegal. Seefahrer wussten seit Jahrhunderten: Segelt man von diesem Kap rund 600 km nach Westen, kommt man zu jener Inselgruppe, die nur wegen dieses Zusammenhangs „Kapverdische Inseln“ genannt wurde, und die als Staat heute „Kap Verde“ heißt. Sehr eigenartig, nicht wahr? Aber wir haben uns ja daran gewöhnt. So sehr, dass heute kaum noch jemand weiß, wo eigentlich das ursprüngliche Kap Verde (heute „Cap Vert“) liegt.

Dazu kommt noch: „Verde“ bedeutet „grün“, und das senegalesische Kap Verde ist tasächlich mit tropischem Grün gesegnet. Die Kapverden dagegen sind nicht grün, sondern trocken, sandig und felsig. Viele Strände sind allerdings so schön, ihr Sand so herrlich, dass einem zum Urlaubsglück nichts anderes fehlt. Wer im Wald spazieren gehen will, kann das schließlich auch in Mitteleuropa tun …

Was sind die überzeugenden Urlaubsschätze der Kapverden? Zunächst mal sind die Kapverden für uns Mitteleuropäer eine andere, herrliche und paradiesähnliche Welt – ohne dass man dafür um die halbe Welt reisen muss wie etwa zu den Malediven. Kanaren + 2 Stunden – das ist die Flugzeit zu den Kapverden (zum Vergleich: Die Flugzeit Frankfurt-Male beträgt mindestens vier Stunden mehr). Selbstverständlich sind wir große Malediven-Fans – aber für den etwas kürzeren Urlaub bevorzugen wir die Kapverden, wenn es etwas Außergewöhnliches sein soll, und trotzdem gut erreichbar.

Windsurfen bei São Pedro auf São Vicente, Kap Verde - Foto: Flame99/Wikipedia

Windsurfen bei São Pedro auf São Vicente, Kap Verde – Foto: Flame99/Wikipedia

Und außergewöhnlich sind die Kapverdischen Inseln auf jeden Fall: Ihr Klima ist ideal für Menschen, die es gerne wohlig warm haben, aber keinesfalls schwitzen möchten. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 25 Grad (Januar/Februar) und 29,5 Grad (September(Oktober). Die Tagestiefsttemperaturen liegen zwischen 19,5 Grad (Februar/März) und 23,9 Grad (August-Oktober). Kaum zu glauben aber wahr. Und die Luft ist nicht tropisch schwül, sondern angenehm trocken, mit anderen Worten: eine Idealkombination. Dei Kapverdischen Inseln, die man auch in die Inseln Über dem Wind und Unter dem Wind einteilt, liegen damit rund 2-3 Grad unter den entsprechenden Temperaturen ihrer karibischen Namensvettern, der Inseln Über und Unter dem Wind der Antillen. Mit dem Wind ist der beständig über die Kapverden strömende Passatwind gemeint. Er sorgt für das angenehme Klima und macht die Kapverden zu einem Paradies auch für Segler und Windsurfer. Auch der Wind verdankt übrigens seinen Namen den alten Seefahrern, denn sie nutzten ihn für die Überfahrt (Passage) nach Nordamerika.

Dazu kommt: Die Kapverden sind nicht überlaufen – im Gegenteil. So relativ nahe unserer europäischen Heimat findet man kaum noch wirkliche Geheimparadiese – die Kapverden sind aber eins. Selbstverständlich ist der Tourismus dort längst angekommen, sonst gäbe es keine Hotels, keine Flugabfertigung und keine ernst zu nehmenden Restaurants, keine nennenswerte Infrastruktur. Dennoch sind die Kapverden heute das, was zum Beispiel Mykonos vor langer Zeit einmal war: Reiseziel einer Minderheit, die das Besondere sucht.

Haben wir Sie neugierig gemacht? Dann empfehlen wir Ihnen unsere weiterführenden Informationen zu den wichtigsten Kapverden-Inseln und ihren Orten auf unseren Reiseseiten zu den Kapverden! Ein zusätzlicher Tipp hier vorab: Für die Kapverden benötigt man ein Visum, allerdings ist die Sache ganz einfach: Am deutschen Flughafen bei Abflug beantragen und bei der der Ankunft auf den Kapverden in Empfang nehmen.

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