Malediven – die längste Perlenkette der Welt

 

Malediven - Foto: NASA/Bin im Garten/Wikipedia

Malediven – Foto: NASA/Bin im Garten/Wikipedia

Sind die Malediven das vielbeschworene Urlaubs-Paradies auf Erden? Kommt ganz drauf an, was Sie sich unter einem Paradies vorstellen. Himmlische Engel trifft man auf den maledivischen Inseln nicht an, und auch das Servicepersonal für Touristen ist in Dhivehi Raajjeyge Jumhooriyyaa (so heißt das Maledivenland offiziell) durchweg männlich, weiblich-irdische Serviceengel sucht man als Tourist also vergeblich. Die 220 von Einheimischen bewohnten Inseln der insgesamt ca. 1200 Malediveninseln und die rund 90 Touristeninseln sind weitgehend voneinander abgeschottet, mit wenigen Ausnahmen. Auf den Malediven ist der Islam Staatsreligion; Rauschgiftbesitz, Homosexualität und das Tragen spärlicher
Bekleidung außerhalb der ausgewiesenen Touristengebiete sind verboten und können Urlaubern viel Ärger bereiten.

Soweit die wichtigsten „Einschränkungen“  zum Thema Malediven. Wenn Sie mit denen leben können, dann allerdings ist alles Übrige an diesem Inselreich tatsächlich so paradiesisch, wie es auf Erden nur sein kann. Sind Sie bereit? Na dann wollen wir mal …

Nehmen wir das Klima: Angenehmer geht´s kaum. In allen 12 Monaten des Jahres bleibt die Temperatur auf den Malediven zwischen 30,1 und 31,6 Grad Celsius Tagesmaximum, und zwischen 25,2 und 26,3 Grad Tagesminimum. Die Wassertemperatur liegt ganzjährig konstant um 28 Grad. Die Malediven sind nicht die Inseln des ewigen Frühlings, sondern des ewigen Sommers, eines Optimalsommers ohne Schwitzen – wie es sich für ein Paradies gehört. Und dieses Paradies erstreckt sich über fast 900 Kilometer Nord-Süd-Ausdehnung, Sie haben die Wahl zwischen so vielen herrlichen Inseln und Resorts.

Dann sind da natürlich noch die Inseln mit ihren Puderzucker-Sandstränden, ihren gleich vorgelagerten Korallenriffen und Tauchrevieren. Der Indische Ozean ist zwar bis zu 8 Kilometer tief, die Maledivieninseln liegen aber als Korallenriffe an seinen flacheren Stellen und kratzen an seiner Oberfläche. Meistens sind sie kaum höher als 1 Meter, Maximum 2,40 Meter. Vor den pazifischen Wellen sind die Inseln durch die vorgelagerten Riffausläufer geschützt. Die schönsten Unterkünfte einiger Resorts konnten deshalb risikolos ins Meer gebaut werden, sie „schweben“ über der Wasseroberfläche, und manchmal haben sie einen Glasboden. Sie als Urlauber schlafen dort im Himmelbett, die pazifische Unterwasser-Fauna im Blick.

Eigentlich braucht man sein auserwähltes Atoll bzw. seine Urlaubsinsel und sein Resort nicht zu verlassen, denn alles ist dort vorhanden, was man zum Wohlfühlen im Urlaub benötigt. Wer trotzdem herumreisen möchte, kann dafür eine der Einheimischen-Inseln ins Auge fassen. Dort finden Sie bis heute nicht nur die ursprüngliche maledivische Lebensweise vor, sondern können auch noch wahrhaft originale Handwerkskunst betrachten und vielleicht ein besonders schönes Stück davon erwerben.  Die regelmäßige Musterung mancher Stücke (wie Textilien) mutet afrikanisch an. Oder Sie besuchen die Hauptstadt Male, die ein Abenteuer für sich darstellt: Eine wirkliche Stadt auf engstem Inselraum mitten im Pazifik. Auch hier kommt man sich vor wie in einem Traum. Wohl jeder Malediven-Besucher sieht zwar Male zumindest im An- und Abflug aus der Luft (der Hauptflughafen der Malediven liegt auf einer unmittelbaren Nachbarinsel Males) – aber diese Stadt sollte man möglichst auch einmal von innen erleben.

Male - Foto: Shahee Ilyas/Wikipedia

Malé, die Hauptstadt der Malediven  (im Hintergrund die Flughafen-Insel) – Foto: Shahee Ilyas/Wikipedia

Zum Malediven-Paradies noch eine kleine Anmerkung zum Thema Sprache und Verständigung: Einige basic-Englischkenntnisse sind dort hilfreich, und sie genügen auch. Maledivisch (das „Dhiveli“)  kann ohnehin niemand lernen. Was in Europa Finnisch ist (eine schwer zu erlernende Sprache – haben Sie es mal versucht?), ist im Pazifikraum das Maledivische, es ist quasi Finnisch hoch zwei. Vielleicht versuchen Sie mal einen kleinen Anfang bei den alten Inselnamen zu machen, die für Europäer fast unaussprechlich waren und es immer noch wären – wenn nicht jemand eine schlaue Idee gehabt hätte. Und welche? Nunja, bei Interesse lesen Sie diese kleine Geschichte einfach hier.

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