Italienische Inseln (I): Capri, Elba, Ischia, Palmarola, Ponza

Palmarola von Ponza aus gesehen - Foto: Ita01/Wikipedia

Palmarola von Ponza aus gesehen – Foto: Ita01/Wikipedia

Zu Italien gehören 212 Inseln und Inselchen,  aber nur knapp 50 von ihnen sind bewohnt. Ihre Einwohnerzahlen reichen von 1 Bewohner (Isola Palmarola) bis hin zu mehr als 5 Millionen (Sizilien). Einige italienischen Inseln liegen in Binnenseen, wie die Isola Bella im Lago Maggiore, die allermeisten sind jedoch Mittelmeerinseln. Italien ist nun mal ein Land des Stiefels im Wasser.

Wir bei Hotelkatalog24 – und Sie als Urlauber – interessieren uns natürlich vor allem für touristisch interessante Inseln, die besuchenswert sind und auf denen es auch Unterkünfte gibt. Ausnahmen bestätigen diese Regel:  Zum Beispiel ist die bereits erwähnte Insel Palmarola trotz ihrer Kleinheit (1,4 qkm) und des völligen Fehlens von Unterkünften durchaus ein beliebtes Ziel, jedenfalls für Tagesausflüge. Urlauber fahren mit Leihbooten hinüber und besuchen die „Grotta di Mezzogiorno“, eine Karsthöhle auf Meeresspiegelniveau, in die man wie in die Blaue Grotte auf Capri mit dem Boot hineinfährt. Außerdem wird intensiv getaucht – das Wasser ist kristallklar – und an Land findet man den glänzenden Obsidian, ein aus schnell abkühlender Lava entstandenes Glas.

Geheimtipp Ponza

Wo aber kommen die Besucher Palmarolas her? Zumeist von der Insel Ponza, der Hauptinsel der Pontinischen Inseln, zu denen eben auch Palmarola gehört. Ponza liegt auf halber Höhe zwischen Rom und Neapel und ist ein Lieblingsziel der Römer. Die sichelförmige Insel ist stark gegliedert, sie verfügt auch über einige Strände. Vor ihrer Küste fällt der Meeresboden schnell auf über 3 km Tiefe ab, der Tiefseeforscher Jacques Piccard unternahm hier Tauchversuche. Eine bildschöne Insel – die Italiener wissen, warum sie Ponza lieben und geben diesen Tipp nur ungern weiter. Mit Ponza haben wir uns bereits in einem früheren Blogartikel beschäftigt.

Elba_Halbinsel Enfola - Foto: Michael Joachim Lucke/Wikipedia

Elba_Halbinsel Enfola – Foto: Michael Joachim Lucke/Wikipedia

Elba

Elba ist die drittgrößte italienische Insel (hinter Sizilien und Sardinien). Für Elbas Erholungsqualitäten sprechen das erholsame Hügelland, toskanisches Flair und schöne Uferzonen mit kristallklarem Wasser. Auch die guten, schnellen Fährverbindungen (von PIombino aus) sprechen für diese Insel als Reiseziel. Wer sich für Geschichte interessiert, kann hier auf Napoleons Spuren wandeln, der nach seiner Abdankung zunächst  nach Elba verbannt war und die Insel 1 Jahr lang regierte. Er hat sich auf Elba so gut erholt, dass er bereits im nächsten Jahr Paris wieder an sich reißen konnte. Wenn das kein Vorbild ist!

Ischia S.Angelo - Foto: Andreas Wahra/Wikipedia

Ischia S.Angelo – Foto: Andreas Wahra/Wikipedia

Ischia

Entgegen einem verbreiteten Irrtum hat die Insel Ischia nichts mit der Ischiaskrankheit (oder ihrer Heilung) zu tun. Dennoch verfügt diese Insel im Meer vor Neapel aufgrund ihres vulkanischen Ursprungs über wohltuende Thermalquellen. Auf Ischia kann man im Urlaub immer noch traditionelle Gewerbe miterleben: Kaninchenzucht, Weinbau, Fischerei. Besuchen Sie auf Ischia auf jeden Fall einmal die Festung Castello Aragonese (in Ischia Ponte). Die Festung selber, ihre tolle Lage und ihr herrlicher subtropischer Garten sind erlebenswert. Einer der schönsten Punkte Ischias ist wohl die Halbinsel Sant´Angelo, die den südlichsten Punkt bildet. Hier hat man auf engstem Raum vieles beieinander, was sonst oft nur verstreut zu finden ist: Schöner Strand, gleich dabei ein schöner Yachthafen, direkt daneben ein traditionell-italienisches Inseldorf in Hanglage und den abschließenden wilden, dicken Felsen im Meer. Lassen Sie sich das nicht entgehen, wenn Sie auf Ischia sind.

Capri von Anacapri Villa San Michele gesehen - Foto: Berthold Werner/Wikipedia

Capri von Anacapri Villa San Michele gesehen – Foto: Berthold Werner/Wikipedia

Capri

Und dann ist da noch Capri, die bekannteste Insel im Golf von Neapel. Capris Höhlen am Meer, allen voran die Blaue Grotte, ziehen viele Besucher an. Selbst der römische Kaiser Tiberius wohnte lange auf Capri und regierte von hier aus das Land, seine Wohnfestung „Villa Jovis“ ist bis heute zu besichtigen. Die Insel mag in Wirklichkeit nicht ganz so romantisch sein wie sie einst im Lied über die „Capri-Fischer“ angehimmelt wurde, aber sehenswert und mehr als schön ist sie allemale. Übrigens: Im Jahre 29 v. Chr. erwarb der spätere römische Kaiser Augustus die Insel Capri, dafür gab er Ischia her. Hat Octavian (so hieß er eigentlich) damit einen guten Tausch gemacht? Sie können sich selbst ein Urteil bilden – Ischia und Capri liegen nur gut 20 km voneinander entfernt.

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