Wien – Donau, Couch und Zauberflöte

Wien, Schloss Schönbrunn - Foto: Thomas Wolf/Wikiipedia

Wien, Schloss Schönbrunn – Foto: Thomas Wolf/Wikiipedia

Eigentlich hat Wien es nicht nötig, zusätzlich gelobt zu werden. Der Ruhm dieser wunderbaren Stadt hat sich längst in alle Welt verbreitet. Und deswegen strömen tagein, tagaus Besucher aus aller Welt nach Wien, flanieren durch seine Straßen und erkunden, genießen diese Stadt. Jedem hat sie etwas zu bieten: Der eine genießt die unnachahmliche Atmosphäre der Kaffeehäuser, die man kaum andernorts noch in solcher Reinform findet. Der andere liebt die Heurigen-Verkostung im Buschenschank (natürlich geht auch beides nacheinander). Der dritte schreibt beachtliche Schecks in Wiens feinsten Einkaufsmeilen und gibt vielleicht etwas Kleingeld im Prater aus. Oder in der Oper. Oder spendet es im Stephansdom. Oder reicht es als Trinkgeld dem Ober, der ihm das originale Wiener Schnitzel serviert hat – aus Kalbfleisch und schön dünn geschnitten bzw. geklopft. Durch ein echtes Wiener Schnitzel muss man nämlich (beinahe) Zeitung lesen können …

Mancher wandelt bei seinem Wien-Besuch auf den Spuren großer Wiener wie Sigmund Freud, dessen Wohnung und Behandlungscouch man heute noch besuchen kann. Oder auf denen Beethovens, dessen Wohnungen man nicht besuchen kann (er ist 53 mal umgezogen), mit einer Ausnahme vielleicht: Er wohnte 1803/1804 in Räumen des Theaters an der Wien, in dem 12 Jahre zuvor Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ uraufgeführt worden war. Die Hofburg und die Schlösser erinnern an Kaiser Franz Josephs (und seine Sissi). Oder man besucht einen der weniger bekannten und dennoch „merkwürdigen“ Orte, an denen Wien so reich ist – wie zum Beispiel den „Friedhof der Namenlosen“ vor der Stadt, in dem über lange Zeit die anonymen Donauleichen bestattet wurden, soweit man sie denn aus dem Wasser ziehen konnte. Wien ist unerschöpflich in dem, was es zu bieten hat. Jeder findet hier sein eigenes Wien. Wir geben aber zu: Wer absolut kein Faible für Kunst und Kultur hat, müßte in Wien ständig seine Augen und Ohren schließen.

Die Personalberatung Mercer LLC erstellt alljährlich ein Lebensqualitäts-Ranking weltweiter Großstädte. In diesem Ranking von 230 Städten taucht München an vierter Stelle auf, Wien allerdings steht seit sieben Jahren unangefochten ganz vorn auf der Liste. Für jemanden, der als Städtereisender nach Wien kommt, mögen die 39 Mercer-Kriterien nicht so entscheidend sein (zu ihnen gehört zum Beispiel auch die Wohnraum- oder Gesundheitsversorgung, aber nicht die landschaftliche Schönheit der Umgebung). Richtig aber ist ohne Zweifel: Wien lohnt unbedingt eine Städtereise, und Wien ist ebenso ein toller Stadtort für einen Österreich-Urlaub, wenn man speziell Ostösterreich erkunden möchte. Das an Wien angrenzende Burgenland stellt den ungarischen Puszta dar, und mit seinem Neusiedler See hat es den Bruder des ungarischen Plattensees (Balaton) vorzuweisen. Auch die niederösterreichischen Donaulandschaften kann man von Wien aus bestens erkunden, wie zum Beispiel die nahe Wachau mit ihren heimeligen Weindörfern. Machen Sie eine Weinprobe in einer der ufernahen Kellereien, genießen Sie das selbsgemachte Schmalzbrot des Winzers an einem Holztisch am Donauufer, während Fluss und Wiesen in der Spätnachmittagssonne glänzen. Sie werden das nie vergessen. Hier finden Sie ausgewählte gehobene Wien-Hotels, und hier eine umfassende Liste für jeden Geschmack.

1 comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren (Jederzeit wieder abbestellbar)