Berlin, Brüssel, London & Co. – Städtereisen mal ganz „politisch“?

 

Bundeskanzleramt Berlin - Foto: Tischbeinahe/Wikipedia

Bundeskanzleramt Berlin – Foto: Tischbeinahe/Wikipedia

Viele gute Gründe gibt es für den wachsenden Trend zu Städtereisen. Mit einem Citytrip läßt sich schnell mal ein Wochenende in einen Abenteuer-Kurzurlaub verwandeln, zumal viele Städte – auch weiter abgelegene – in Flughafennähe liegen und damit in Windeseile erreicht werden können. So bleibt netto noch genug Zeit für die Erlebnisse am eigentlichen Reiseziel.

Vor allem unter den Hauptstädten dieser Welt gibt es kaum eine ohne Flughafen, und im dezentral gewachsenen Deutschland haben sogar die Hauptstädte der meisten Bundesländer ihren eigenen Flughäfen. Haben Sie schonmal überlegt, Ihre Cityziele auch unter „politischen“ Aspekten auszuwählen? Damit meinen wir keine Auswahl nach „politischer Korrektheit“ (was natürlich ebenfalls erlaubt wäre), sondern schlicht und einfach die Tatsache der Hauptstadtfunktion – denn Hauptstädte bieten besondere Erlebnismöglichkeiten. Hauptstädte sind die Quintessenz dessen, was ein Land zu bieten hat. Nicht unbedingt in Sachen Naturschönheit, aber in jeder anderen Hinsicht schon. Denn: Wo trifft man so eine bunte Menschenvielfalt wie in der Hauptstadt? Wo kann man die meisten und die besten kulturellen Angebote finden? Wo spielen und inszenieren, lesen und signieren die bekanntesten Künstler unserer Zeit? Am regelmäßigsten findet man alles das in Hauptstädten.

Norwegische Nationalbank in Oslo - Foto:Thue/Wikipedia

Norwegische Nationalbank in Oslo – Foto: Thue/Wikipedia

Und wer sich womöglich auch für Architektur interessiert, der findet in den Kapitalen oft sehens- und erlebenswerte, oft spannende, immer aber aufschlussreiche Gebäudeensembles, über die man zusätzlich noch unter dem Aspekt ihrer politischen Idee nachdenken kann. Warum ist das Berliner Kanzleramt um so vieles größer als das Weiße Haus? Hat der Reichstag deswegen eine Kuppel bekommen, weil das Washingtoner Kapitol ebenfalls eine hat? Man könnte  die Brüsseler Eurokratenarchitektur einmal vergleichen mit den politischen Bauten Londons, von denen aus ebenfalls ein großes Reich regiert wurde, vor nicht allzu langer Zeit. Und man könnte in Rom die erhaltenen Teile der antiken Bauten des Forum vergleichen mit denen Mussolinis und der Republik. Und man könnte überlegen, von welchem Gedanken wohl die Gestaltung der Norwegischen Nationalbank in Oslo (Foto) geleitet wurde.

Die Vereinten Nationen zählen 193 Mitgliedsstaaten, ebenso viele Hauptstädte gäbe es also zu bereisen im Extremfall. Unser Motto allerdings lautet auch in Sachen Reisen: Selektion ist Trumpf. Und das Gute und Sehenswerte liegt oft so nah! Zum Beispiel in der deutschen Kapitale Berlin und in den Hauptstädten der neun Nachbarstaaten Deutschlands. Könnten Sie die Hauptstadtnamen aufzählen? Es sind im Uhrzeigersinn: Kopenhagen, Warschau, Prag, Wien, Zürich, Paris, Luxemburg, Brüssel und Den Haag. Klingt das nicht super-interessant? Gönnen Sie sich auf Ihren Städtereisen doch einmal den „politischen“ Aspekt!

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